Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON: “Wir setzen konsequent um, was wir im Mai letzten Jahres mit ver.di und IGBCE unter Beteiligung der Konzernbetriebsräte vereinbart haben. Mit dieser Vereinbarung haben wir einen weiteren, besonders wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Integration von innogy erreicht. Basierend auf den bewährten Vereinbarungen in beiden Konzernen haben wir einen neuen, zukunftsweisenden Tarifvertrag für den neuen E.ON geschaffen. Es gibt allen Mitarbeitern von E.ON und innogy die größtmögliche Sicherheit, dass der notwendige Stellenabbau sozialverträglich erfolgt und wir unsere Mitarbeiter kontinuierlich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten werden. Ich freue mich sehr, dass wir die traditionell gute Zusammenarbeit der Tarifparteien bei der Gestaltung des neuen E.ON fortsetzen können.” Die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften ver.di und IGBCE haben sich auf einen umfassenden Tarifvertrag für “Zukunft und Arbeitsplatzsicherheit” für die Beschäftigten des neuen E.ON in Deutschland geeinigt. Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der im Mai 2018 zwischen dem Unternehmen und den Gewerkschaften vereinbarten “Collective Policy Statement” zur geplanten Transaktion zwischen E.ON und RWE. Sie enthält unter anderem Bestimmungen über attraktive Abfindungen für freiwillig ausscheidende Arbeitnehmer, Vorruhestandsregelungen und die Möglichkeit, zur weiteren Beschäftigung und Qualifikation in eine Holdingzugründen zu wechseln. Der Tarifvertrag steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung des Erwerbs von innogy durch E.ON und wird erst nach Abschluss der Transaktion wirksam. RWE wird einen Integrationsausschuss für das Erneuerbare-Energien-Geschäft einrichten, dem Vertreter von innogy und E.ON angehören. Die Vereinbarung erfordert einen geordneten Prozess, an dem Mitbestimmungsgremien beteiligt und von RWE geleitet werden. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für die geplante Integration zu entwickeln, die für alle beteiligten Unternehmen tragfähig sind und die erfolgreiche Weiterentwicklung der von der Transaktion betroffenen Geschäftsbereiche fördern. Darüber hinaus erklärte RWE, dass die Grundsatzvereinbarung Bestimmungen enthalte, nach denen innogy vor Abschluss der Transaktion geeignete Finanzierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden könnten.
Ziel solcher Maßnahmen wäre es, das auf RWE übertragene Geschäft mit erneuerbaren Energien zu erhalten oder auszubauen. “Wir freuen uns, dass wir uns frühzeitig mit den Sozialpartnern geeinigt haben”, sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz (Bild). Darüber hinaus haben sich E.ON und innogy auf ein faires und transparentes Auswahlverfahren zur Besetzung von Führungspositionen geeinigt, um ein optimales Führungsteam zu gewährleisten, unabhängig davon, aus welchem Unternehmen seine Mitglieder stammen. Dieser Prozess wird auch für die Besetzung von Führungspositionen im Geschäft mit erneuerbaren Energien bei RWE gelten. Das künftige Führungsteam von E.ON wird frühestens 2019 bekannt gegeben. Uwe Tigges, CEO von innogy: “Die ersten gemeinsamen Entscheidungen mit E.ON zur Integrationsplanung sind das Ergebnis eines offenen und konstruktiven Dialogs. Ich bin zuversichtlich, dass die Stärken von innogy im neuen Unternehmen weiterleben werden.” Der Tarifvertrag gilt für Arbeitnehmer, die von Eon, Innogy wechseln. In einem nächsten Schritt werden im Falle eines Arbeitgeberwechsels Transfertarife ausgehandelt.
Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit auf die operativen Verhandlungen über die Durchführung der vorgeschlagenen Transaktion gerichtet. (21. Juni 2018) RWE und Eon, zwei europäische Energieriesen mit Sitz in Deutschland, kündigten Mitte März dieses Jahres einen Tausch von Vermögenswerten an, um fokussiertere Geschäfte zu schaffen. RWE übernimmt alle erneuerbaren Energien von Eon, um sich auf die Erzeugung zu konzentrieren. Eon konzentriert sich auf Einzelhandel und Netzwerke (Vertrieb). Während RWE keine Arbeitsplatzverluste vorhersieht, hat Eon angekündigt, dass eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden soll. Vor allem in den Hauptquartieren von Innogy und Eon gehen Arbeitsplätze verloren.
