Tarifvertrag für den sozial- und erziehungsdienst vka

PJSC TATNEFT kümmert sich um das Wohlergehen und die soziale Sicherheit seiner Mitarbeiter und ihrer Familien. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern ein Paket der Sozialleistungen und Garantien an. Die Verpflichtungen in Bezug auf ihre Bereitstellung sind im Tarifvertrag vorgesehen, der jährlich zwischen PJSC TATNEFT und der Belegschaft geschlossen wird und alle Arbeitnehmer und nicht erwerbstätigen Rentner des Unternehmens abdeckt. Der Tarifvertrag sieht vor: Trotz des ähnlichen Drucks der europäischen und internationalen politischen und wirtschaftlichen Kräfte auf Österreich und Deutschland haben sich ihre Arbeitsverhältnisse und Lohnbildungseinrichtungen jedoch auf unterschiedliche institutionelle Wege festgelegt. In Österreich prägten die Interdependenzen und Zusammenhänge zwischen Akteuren auf mehreren räumlichen Maßstäben die Machtressourcen und Positionen dieser Akteure und trugen zur Entstehung eines relativ autonomen Tariffeldes bei. Trotz heftigen Widerstands der regionalen Behörden könnte in Österreich ein bundesweites Feld der Lohnfestsetzung im Sozialwesen geschaffen werden, das akteure hatte, die einen Kompetenz- und Machtverlust befürchteten, sowie Arbeitgeber, die um entsprechende Kompetenzen ringen. Im Vergleich zu Deutschland ist der Bereich der Tarifverhandlungen nach wie vor relativ verschlossen gegenüber europäischen und transnationalen Einflüssen. Verschiedene Einrichtungen und Beamte sind an der Arbeit mit jungen Menschen im Unternehmen beteiligt, wie der Jugendausschuss von PJSC TATNEFT, der Rat der jungen Berufstätigen, mit dem Ziel, die Sozialprogramme des Unternehmens zu verrichten; junge Arbeitnehmer, die Initiativen ergreifen; Geschäftsführung von PJSC TATNEFT und seinen Divisionen. Im Gegensatz zu Österreich sind die Tarifverhandlungen im deutschen Sozialdienst zersplittert. Das früher eher “schwache” Feld der Tarifabstimmung auf der Grundlage von Akteuren, die sich an den Tarifverträgen des öffentlichen Sektors orientieren, scheint zu erodieren. Einige Autoren weisen darauf hin, dass Vereinbarungen des öffentlichen Sektors bereits ihre Funktion als Bezugspunkt für die Lohnregulierung im Sozialwesen verloren haben (Kühnlein und Wohlfahrt 2006, S. 392; Grohs und Bogumil 2011, S. 309).

Die Akteure vor Ort vertreten unterschiedliche Haltungen in Bezug auf Tarifverhandlungen (Koordinierung), die von gewerkschaftlichen Bemühungen über die (Wieder-)Wieder-)Wiedereinführung sektorweiter Tarifverhandlungen bis hin zu privaten Unternehmen reichen, die ohne kollektive Regulierung ihrer Arbeitsverhältnisse tätig sind. Neue Politiken untergruben die Schaffung und Reproduktion koordinierender Institutionen und Praktiken der Lohnverhandlungen in den deutschen Sozialdiensten, anstatt sie zu erleichtern. Daher werden in den folgenden Abschnitten einige wichtige politische und administrative Entwicklungen auf nationaler und regionaler Ebene skizziert. Der nächste Abschnitt stellt das fragmentierte und lückenhafte Muster der Lohnfestsetzungspraktiken und die immer noch andauernden Kämpfe um die Legitimität und den Wert von Tarifverhandlungen im Sozialen Dienst dar. Da Arbeitgeber, d. h. Anbieter sozialer Dienstleistungen, Wahrnehmungen, Interessen und Verhaltensweisen haben, die eher wettbewerbsfähige als kooperative Praktiken bei der Lohnfestsetzung unterstützen, werden diese Teilnehmer vor Ort ausführlicher beschrieben. Trotz der relativen Autonomie des Tarifverhandlungsfeldes im österreichischen Sozialdienst spüren die Akteure die Auswirkungen der Entwicklungen auf europäischer Ebene.

Sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber beobachten die Politikgestaltung in der Europäischen Union aufmerksam und versuchen, sie aktiv zu beeinflussen, indem sie Lobbyarbeit zu Themen wie der Überarbeitung der Richtlinie über das öffentliche Auftragswesen betreiben. Sie sind der Ansicht, dass diese Richtlinie und andere EU-Verordnungen, wie etwa staatliche Subventionen, indirekt die Erbringung sozialer Dienstleistungen in Österreich beeinflussen.